EMG Biofeedback
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MEHR ERFAHREN ÜBER BIOFEEDBACK

Vorteile eines Biofeedback-Trainings

  • Biofeedback ist ein völlig nebenwirkungsfreies Verfahren.
  • Es ist eine schmerzfreie Methode ohne Medikamente.
  • Die Wirkung des Biofeedback-Trainings wird nicht nur subjektiv empfunden, sondern ist auch objektiv messbar.
  • Das Biofeedback-Training wird in Einzelsitzungen individuell entsprechend den Bedürfnissen und Zielen des Klienten bzw. Patienten gestaltet.
  • Ein erfolgreich durchgeführtes Biofeedback-Training erzielt dauerhaft positive Wirkungen für den Alltag.
  • Durch die Erfahrung von Selbstwirksamkeit entrinnt der Patient dem hilflosen Erleiden und kann erlernen, sein Leben aktiv gesundheitsfördernd zu gestalten.
  • Biofeedback kann sowohl zur Behandlung von Beschwerdebildern, zur Gesundheitsprävention, bei der Unterstützung aktueller Stressbewältigung,
    der Rehabilitation und Stärkung bei Leistungsanforderungen im Studium und im Beruf eingesetzt werden
  • Biofeedback kann als sehr wirksames Entspannungsverfahren eingesetzt werden, vergleichbar mit Progressiver Muskelentspannung (PME) oder Autogenem Training (AT).
  • Biofeedback kann als begleitende Erfolgskontrolle bei medizinischen und psychotherapeutischen Behandlungen fungieren.
  • Eine Biofeedback-Behandlung zählt zu den Kurzzeittherapien: Ein spürbarer Erfolg stellt sich meist nach wenigen Behandlungen ein.
    Der zeitliche und finanzielle Aufwand für ein Biofeedback-Training ist vergleichsweise gering.

Biofeedback-Training: Ablauf einer Behandlung

Eine Biofeedbackbehandlung besteht aus einer Erstsitzung und mehreren, in der Regel 5-10 folgenden Trainingssitzungen.
In der Erstsitzung werden folgende Themen behandelt:

  • Befunderhebung (Anamnese) und Diagnostik
  • Erklärung der Behandlungsmethode und der verwendeten Messfühler, mit denen Signale vom Körper abgeleitet werden
  • Es wird ein psychophysiologischer Stresstest durchgeführt
  • Das Ergebnis des Stresstests,  das Stressprofil, wird mit dem Patienten besprochen und ein befundorientiertes Trainingsprogramm gestaltet.
  • Einführung in das Biofeedback-Training

In den anschließenden Trainingssitzungen, meist ein- oder zweimal wöchentlich, wird eine gesundheitsfördernde Veränderung von Körperfunktionen eingeübt und deren Transfer in den Alltag.

Anwendungsbereiche des Biofeedback-Trainings

  • bei der Behandlung von Beschwerdebildern wie Spannungskopfschmerz, Migräne, chronischen Rückenschmerzen, Bruxismus,
    Bluthochdruck (essenzieller Hypertonie), Schlafstörungen, Burn-Out,  somatoformen Störungen, Tinnitus, Inkontinenz
  • neuromuskuläre Rehabilitation
  • akute Stressbewältigung, Stressmanagement und Stressprophylaxe
  • Erschöpfungszustände
  • Entspannungstraining
  • Leistungsteigerung

Oft wird Biofeedback als Ergänzung zu einer medizinischen oder psychotherapeutischen Behandlung  und in multimodalen Settings psychosomatischer Kliniken eingesetzt.

Welche körperlichen Parameter werden erfasst?

Meistens werden folgende physiologische Parameter im Rahmen eines Biofeedback-Trainings verwendet:

  • Muskelaktivität, auch EMG (Elektromyogramm), die durch durch Klebesensoren auf der Haut abgenommen werden
  • Hautleitfähigkeit, auch EDA (elektrodermale Aktivität) oder GSR (Galvanic Skin Response), die sehr gut die Aktivität des Sympathikus abbildet
  • Hauttemperatur Die Temperatur des Körpers, meist an einem Finger mit einem Thermistor gemessen, gibt Aufschluss über die Durchblutung der Körperperipherie
  • Der Arteriendurchmesser der Schläfenarterie wird durch einen  optischen Blutvolumenpulssensor bei der Migränebehandlung ermittelt
  • Atmung:  mit einem Bauchgurt wird die Atmungshäufigkeit und die Tiefe und Form der Atmung kontrolliert
  • Der Blutvolumenpuls  (BVP) wird mit einem anwendungsfreundlichen optischen Sensor meist an einem Finger gemessen und gibt Aufschluss über die periphere Durchblutung.
    Hiervon abgeleitet können die Herzrate (der Puls) und die Herzratenvariabilität bestimmt werden
  • Das Elektrokardiogramm (EKG) wird zur präzisen Bestimmung von Herzrate und Herzratenvariabilität eingesetzt.
  • Die Herzratenvariabilität (von der BVP- oder EKG-Messung abgeleitet) gilt als ein globaler Indikator für psychische und körperliche Gesundheit und Fitness

Ist Biofeedback nachweisbar wirksam ?

Ja. In dem von Frau Prof. Alexandra Martin und Herrn Prof. Winfried Rief herausgegebenen Buch „Wie wirksam ist Biofeedback ?“ stellen die Autoren die aktuellen Forschungsergebnisse zur empirisch überprüften Wirksamkeit von Biofeedback bei verschiedenen Beschwerdebildern dar.

In der dritten Auflage des 2017 neu erschienenen Buchs „Evidence-Based Practice in Biofeedback & Neurofeedback“ der amerikanischen AAPB (Association for Applied Psychophysiology and Biofeedback) sind die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Wirksamkeit von Biofeedback und Neurofeedback zusammengefasst.

Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft stellt in ihrer Leitlinie „Entspannungsverfahren und verhaltenstherapeutische Interventionen zur Behandlung der Migräne“ (2016) fest: „…verschiedene Arten von Biofeedback sind neben der Anwendung kognitiver Verhaltenstherapie in der Behandlung der Migräne effektiv.“

Aufgrund der wissenschaftlich nachgewiesenen Wirksamkeit hat sich die Anwendung von Biofeedback besonders in multimodalen Settings in psychosomatischen Kliniken etabliert. Biofeedback wird aber nicht nur bei der Behandlung von Krankheiten eingesetzt, sondern auch als nebenwirkungsfreies Verfahren in der Gesundheitsprävention.

Wie wirksam ist Biofeedback ?
Leitlinie Migräne

Auch Patienten finden großen Gefallen an Biofeedback:

„Biofeedback ist eine Behandlungsmethode, die bei Patienten eine hohe Akzeptanz findet. Bei einer Erhebung in einer psychosomatischen Klinik gaben fast 90% der mit Biofeedback behandelten Patienten an, speziell durch diese Behandlungsmethode sehr guten oder guten Behandlungserfolg erreicht zu haben.“

(Quelle: Rief/Birbaumer, Biofeedback 2011)

Ist Biofeedback wissenschaftlich fundiert?

Ja. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass eine sehr enge Verbindung zwischen körperlichen und seelischen Vorgängen vorhanden ist.
Die Biofeedback-Therapie  zählt zu den verhaltensmedizinischen Verfahren und steht auf einer breiten wissenschaftlichen Basis.
Die Datenbank der amerikanischen Gesundheitsinstitute PubMed (US National Library of Medicine NIH)
listet zum Stichwort „Biofeedback“ über 12000 wissenschaftliche Studien auf (Stand November 2017).